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klein_aka
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Zuschriften von Sammlern oder Interessierten

Vielen Dank an Herrn Walter, der uns zu den Geräten Informationen sendete.

Heli VS 12 / K12 Studio

K24_klein

 

Anbei zwei Bilder des Heli Verstärkers K 12 mit der Verstärkerplatine VS 12. Auf dieser Platine gab es zwei Verstärkerarten mit gleicher Schaltung. Einmal mit 2x 2N3054 und mit 2x 2N3055 in den Endstufen. Demzufolge auch mit 12 oder 20 Watt an 4 Ohm.

Wahrscheinlich einmal für die K12 Studio und zum anderen für die K20 Studiobox. Meine beiden Bilder unterscheiden sich in der Ausführung. Original hatten die K12 einen Symmetrischen Eingang an zwei 5 poligen Din-Buchsen, die ein Durchschleifen des Signals erlaubte. Bei Rundfunk und Fernsehen wurde der Eingang mit einer 3 poligen Tuchelbuchse und einem Lautstärkeregler versehen. Siehe das zweite Bild. Später bekam das Netzteil einen dickeren Elko und die ursprünglich eingebaute Spannungsstabilisierung entfiel. Auch ist zu sehen, dass es bei gleichem Platinenlayout, die Leistungstransistoren verschieden montiert wurden. Bei Gelegenheit gibt es noch ein Bild mit 2N3054.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolai Walter

 

K12 Verstärker 1 klein
K 12 Studio klein
K 12 Schaltung klein

Hartmut verglich die Frequenzgänge einiger rk-Geräte und schickte uns seine Ergebnisse:

Lieber Bert, liebe "vorbeisurfende Helifreunde"

Vielleicht hat der eine oder andere von Euch die Gelegenheit, zwei HELIRADIOs unterschiedlicher Serien zu vergleichen und dabei ist

ein unterschiedlicher Klang aufgefallen?

Als ich mein zweites HELIRADIO - einen rk7 - bekam, fiel mir der unterschiedliche Klag gegenüber dem rk88IC auf.Um der Sache auf den

Grund zu gehen, habe ich den Frequenzgang beider Geräte gemessen.

Üblicherweise ist das eine sehr aufwendige Angelegenheit - heute kann fast jeder Standard-Heimcomputer den Hauptteil der Arbeit

übernehmen.Ich habe eine Methode angewendet, die von der Zeitschrift c't vorgeschlagen und dort auch detailliert beschrieben wurde.

Nur kurz soviel - das Verfahren basiert darauf, die Soundkarte des Computers sowohl als Frequenzgenerator als auch als Millivoltmeter zu

benutzen.Besonders elegant ist daran, dass Frequenzgangfehler der relativ preiswerten Komponenten selbständig kompensiert werden.

Die Klangunterschiede beider Geräte beruhen auf der unterschiedlichen Dimensionierung der "Gehörrichtigen Lautstärkeregelung"

(neudeutsch: Loudness).

Ein Blick in den Schaltplan zeigt sehr schnell, dass die Lautstärkeregler unterschiedlich beschaltet sind. Um die Auswirkungen auf den

Frequenzgang zu dokumentier en, habe ich diesen bei verschiedenen Stellungen des Lautstärkereglers gemessen.

Die Bilder der gemessenen Frequenzgänge hänge ich zur freien Verwendung mal an.

Man sieht sehr schnell, wie es sich auswirkt, dass bei den älteren HELIRADIO-Geräten (seit rk2) die Frequenzgangkorrektur lediglich die tiefen

 Frequenzen anhebt. Im rk88 wurden dann - wie es gehörphysiologisch auch korrekt ist - auch die Höhen mit angehoben. Diese Anhebungen

sind umso stärker, je geringer die eingestellte Lautstärke ist. (Ich habe in zwei verschiedenen Stellungen des Lautstärkereglers gemessen -

je einmal bei 60 Grad und bei 120 Grad Drehwinkel.)

Der Grund für den unterschiedlichen Klang der Geräte ist damit gefunden- die unter HiFi-Liebhabern nicht unumstrittene gehörrichtige

Lautstärkeregelung, die bei beiden Geräten unterschiedlich dimensioniert ist.

Warum ist das so?

Eine Anfrage bei Herrn Dietz, langjährigem Entwicklungschef bei HELIRADIO ergab, dass man das in den frühen Jahren nicht so ernst genommen hat.

Klangneutrale Wiedergabe war damals noch nicht so wichtig wie auf dem Höhepunkt der HiFi-Ära in den späten 70-ern und frühen 80-er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Herr Dietz fand Gelegenheit, sich der Sache anzunehmen und im Ergebnis ist die Schaltung im rk88 angepasst worden.

Lustigerweise bestehen die "Experten" heute darauf, dass gehörrichtige Lautstärkeregelung in einem HiFi-Gerät nichts verloren hat.

Wenn man sich anhört, wie sich eine geringe Umdimensionierung dieser Komponente auswirken kann, möchte man ihnen fast zustimmen.

 

Frequenzgang_rk7_120grad Frequenzgang_rk88_120grad
Frequenzgang_rk7_060grad
Frequenzgang_rk88_060grad

rk7 und rk88

120 Grad

rk7 und rk88

60 Grad

Erinnerungen zu Ehra-Radios

Ingo Froese, Gera: (Ehra Vogtland 6 GW 6K)

Ich selbst bin überhaupt kein Sammler. Mit dem in Rede stehenden Radio verbinden mich lediglich familäre Erinnnerungen. Das Gerät war das erste Radio, das meine Eltern nach dem Krieg erworben haben. Wir wohnten damals in Werdau und da lag es nahe, ein einheimisches Erzeugnis zu kaufen, wobei ich glaube, dass mein Vater damals dafür kein Geld gegeben hatte. Geld war in jenen Zeiten reine Nebensache. Mein Vater betrieb damals in Werdau einen kleinen Maschinenbaubetrieb, und so glaube ich, dass er vielleicht als Gegenleistung für das Radio Aluminiumblech oder irgendein anderes Material gegeben hat. Ich kann ihn leider nicht mehr danach fragen, denn er ist schon vor Jahren gestorben. Ich selbst bin Jahrgang 1942 und habe noch aus meiner Vorschulzeit ganz plastische Erinnerungen an das Radio, mit dem ich und meine Geschwister "Onkel Tobias" vom RIAS und andere Kindersendungen gehört haben. - Auch mein Bruder, der ein bisschen jünger ist als ich und der noch heute in Werdau lebt, bestätigt solche Erinnerungen. Ich erwähne das bloß deshalb so umfassend, um zu verdeutlichen, dass das Baujahr wesentlich vor 1949 gelegen haben muss. Auch im familären Sprachgebrauch war immer die Rede vom "Vogtland", obwohl sich diese Bezeichnung in keiner Dokumentation mehr finden lässt.

Bei radiomuseum.org sind Ehra-Typen, teilweise mit Bild und Schaltplan, aufgeführt. Aber alle ab 1949 und mit wesentlich modernerer Schaltungskozeption. Es sind da schon richtige Wechselstromnetzteile verbaut und teilweise Abstimmanzeigen mit magischem Auge. Da war ja beim "Vogtland" überhaupt noch nicht daran zu denken. Nach meiner Kenntnis ist die Rückwand, die ja diese Bezeichnung trägt, niemals ausgewechselt worden. - Gewechselt worden sind hingegen pausenlos die Röhren, es sind halt Verschleißteile! Ich glaube, eine einzige "VALVO"-Röhre ist noch original. Die anderen sind bereits RFT-Röhren.

Interessant war für mich auch auf Eurer Plattform im Abschnitt "Radios aus Werdau", dass da neben Ehra auch die Firma Teubner aufgeführt ist. Eine traditionelle Firma Teubner in Werdau ist mir sehr wohl bekannt, aber nicht als Hersteller von Rundfunkgeräten. Bei Teubner konnte man Radios und später auch Fernseher kaufen, überdies jede Art anderer elektrischer Geräte. Auch eine Werkstatt wurde betrieben, aber meines Wissens nach nur als Reparaturwerkstatt. Dass die mal produziert hätten, ist mir nicht bekannt. Aber umso interessanter, wenn Ihr dazu noch näherer Infomationen hättet. - Für uns als Kinder bzw. Jugendliche war "Teubner" ein Zauberwort, denn in seinem Geschäft konnte man mal ein paar Meter Draht, eine spezielle Batterie, einen Widerstand, einen Kondensater oder, oder ...... kaufen, woran im übrigen Handel damals nicht zu denken war!

6 GW 6K